Marschall Plan auf US Amerikanisch

Standespolitik, Tarif, Notfalldienst / Politiques professionelles, tarifs, services d’urgences

Moderator: crohrman

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bgantenbein
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Marschall Plan auf US Amerikanisch

Beitrag von bgantenbein »

Call for a new Society ; Marshalling Primary Care's Power

Dieser Titel ist mir ins Auge gestochen, ich dachte wie ein "Marschall plan" auf US-amerikanisch wohl aussieht.

Die USA ist uns in Entwicklungen ja immer ein paar Jahre voraus, da kann man was lernen

der Artikel enthält noch einige bedenkenswerte Ansichten:

die Grundversorger haben keine Chance gegen die viel grössere, reichere und einflussreichere Gesundheitsindustrie und Spezialisten

Sie haben sich in viele Subgruppen zerspilttert und keinen Einfluss mehr. Die Subgruppen stimmen inzwischen für und mit den Spezialisten

Die "Nicht Gesundheitsindustrie" (was ist da wohl gemeint?) sollte unser stärkster Verbündeter sein

Grundversorger sollten sich mit "anderen Grundversorgenden" zusammentun: Ich glaube das sind Physio, Ergo, Apotheken, Spitex, ev Psychiater ev sogar Pfarrer gemeint.

Kräfte bündeln anstatt sich mit den Apothekern zerstreiten?
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A Call for a New Society.pdf
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gschilli
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Re: Marschall Plan auf US Amerikanisch

Beitrag von gschilli »

Sowohl als auch.....

MFE und das Initiativkomitee ist mit Hochdruck daran, den Masterplan für die Hausarztmedizin voranzubringen (siehe auch Editorials in PrimaryCare Nr. 13: http://www.primary-care.ch/docs/Primary ... -00100.pdf und Nr. 14: http://www.primary-care.ch/docs/Primary ... -00107.pdf )

Daneben läuft ein gross angelegetes Projekt Skill mix: wer macht was wo am besten. Das zielt in die von Kollegin Bettina Gantenbein angedeutete Richtung. Hier ist eine Zusammenarbeit mit den nichtärztlichen med.Berufen wie Spitex, Pflege, auch MPA etc angesagt. Für uns ist aber klar: jemand muss den Lead und die Koordination haben und das können nur wir Hausärzte. Wir müssen aber vermehrt delegieren.

bgantenbein
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Re: Marschall Plan auf US Amerikanisch

Beitrag von bgantenbein »

Danke für die Antwort.

Da bleibt für mich noch die Frage: Der erwähnte stärkste Verbündete "primary care's most powerfull ally" , die 4/5 der Wirtschaft (US), die nicht-Healthcare ist, warum sollten die uns helfen? wie spricht man diesen an?

Gruss Bettina

Lüscher
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Re: Marschall Plan auf US Amerikanisch

Beitrag von Lüscher »

Da sehe ich zwei Ebenen:

- Business: Da haben wir eine Chance wenn wir der Wirtschaft aufzeigen, dass erkrankte MitarbeiterInnen schneller wieder arbeiten wenn sie durch uns gemanagt werden als wenn das in "Kompetenzzentren" geschieht. Wird mangels Outcome-Forschung hüben wie drüben schwierig zu beweisen sein, aber wir können das einfach mal behaupten - wenn wir das immer wieder wiederholen, glauben am Schluss alle felsenfest, dass es so sei
- Networking: Wir werden nur mit der Wirtschaft zusammen Ideen generieren und Konzepte entwickeln können, nicht auf der einsamen Insel sondern im Dialog. Es schadet nichts mal beim Gewerbeverband reinzuschauen und zu erfahren, woran die sind.

Zugegeben, etwas vage, ich sehe nichts besseres ...

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